Anrechnungs von Vordienstzeiten

Die DLE Personalwesen und Frauenförderung überprüft die tätigkeitsrelevanten Vordienstzeiten für alle ab 01.10.2009 neu eintretenden MitarbeiterInnen der Universität Wien (Ausnahme: Drittmittelbedienstete; die Überprüfung der relevanten Vordienstzeiten für Drittmittelbedienstete erfolgt durch die jeweilige Projektleitung).

Ablauf der Überprüfung

  • Anforderung aller relevanten Unterlagen
  • Inhaltliche Beurteilung der Unterlagen und Lebensläufe auf Tätigkeitsrelevanz
  • Erstellen eines Vorschlags für die Anrechenbarkeit
  • Einholen einer Stellungnahme der jeweiligen direkten Führungskraft zur Anrechnung
  • Übermittlung des Aktes an den/die zuständige ReferentIn der Personaladministation zur konkreten Errechnung des Vorrückungsstichtags

Allgemeine Richtlinien
Vordienstzeiten können nur auf Basis von vorgelegten Dienstzeugnissen angerechnet werden. Die Dienstzeugnisse müssen

  • Exaktes Stundenausmaß
  • Exakte Dauer des Arbeitsverhältnisses (von DD.MM.YYYY – bis DD.MM.YYYY)
  • Genaue Tätigkeitsbeschreibung

beinhalten.

Es werde deutsch- und englischsprachige Dienstzeugnisse akzeptiert.

Anrechnungen

  • Keine Anrechnung: Geringfügige Beschäftigung bzw. bis zu 10h/Woche
  •   50% Anrechnung: Arbeitsausmaß 11 – 25h/Woche 
  •   75% Anrechnung: Arbeitsausmaß: 26 – 35h/Woche 
  • 100% Anrechnung: Arbeitsausmaß: 36 – : 40h/Woche 

Tätigkeiten auf Werkvertragsbasis oder selbstständige Tätigkeiten, für die kein Dienstzeugnis vorgelegt werden kann, werden je nach Einzelfall geprüft. Als Prüfungsnachweise können Honorarnoten, Verträge etc. herangezogen werden.

Zusätzliche Richtlinien – Prae Doc-Stellen
Tätigkeits- und vor allem fachrelevante Vordienstzeiten ab Abschluss des Diplom- oder Masterstudiums, d.s. vor allem

  • Mitarbeit an fachrelevanten Forschungsprojekten
  • Vordienstzeiten als Prae Doc an einer anderen Universität
  • Vordienstzeiten als Ersatzkraft als Prae Doc

Es werden maximal 4 Jahre als Vordienstzeiten angerechnet.

Zusätzliche Richtlinien – UniversitätsassistentInnen Post Doc
Das Rektorat hat in seiner Sitzung vom 08. November 2011 folgendes beschlossen:

Für die Anrechnung von Vordienstzeiten (VDZ) für UniversitätsassistentInnen post doc gemäß KV § 26 gelten mit 01.10.2011 folgende Regelungen: Anrechenbar sind grundsätzlich Vordienstzeiten als UniversitätsassistentIn post doc an in- oder ausländischen Universitäten oder anerkannten außeruniversitären Forschungseinrichtungen (ebenso Zeiten als BezieherIn eines FWF-Schrödingerstipendiums). Die Vordienstzeiten müssen mit Arbeitszeugnis belegt werden. Es erfolgt eine Gewichtung aufgrund der tatsächlichen Arbeitszeit pro Woche. Es werden maximal 4 Jahre als Vordienstzeiten angerechnet.

Gültigkeit:
Diese Regelung ist für alle Arbeitsverhältnisse, die ab dem 01. Oktober 2011 als UnviersitätsassistentInnen post doc mit der Universität Wien abgeschlossen werden, gültig.

Zusätzliche Richtlinien - Senior Scientist post doc, Senior Lecturer post doc

Je nach Stellenart: Vordienstzeiten als Senior Scientist post doc oder Senior Lecturer post doc an der Universität Wien und an in- oder ausländischen Universitäten oder anerkannten außeruniversitären Forschungseinrichtungen (ebenso Zeiten als BezieherIn eines FWF-Schrödingerstipendiums). Bei Senior Lecturer Stellen wird nicht das gesamte Arbeitsverhältnis herangezogen, sondern das Ausmaß der Lehrbeauftragung.

Die Vordienstzeiten müssen mit Arbeitszeugnis belegt werden. Es erfolgt eine Gewichtung aufgrund der tatsächlichen Arbeitszeit pro Woche. Es werden maximal 4 Jahre als Vordienstzeiten angerechnet.

Gültigkeit:
Diese Regelung ist für alle Arbeitsverhältnisse, die ab dem 01. Oktober 2012 als Senior Scientist post doc/Senior Lecturer post doc  mit der Universität Wien abgeschlossen werden, gültig.

Regelungen des Kollektivvertrags

Der Kollektivvertrag für die ArbeitnehmerInnen der Universitäten regelt für das allgemeine Universitätspersonal im § 50, Abs. 6:

"Jede/r neu eintretende ArbeitnehmerIn beginnt grundsätzlich in der Grundstufe seiner Verwendungsgruppe. Tätigkeitsspezifische Vorerfahrungen können jedoch bei der Einreihung in die Qualifikationsstufe berücksichtigt werden. Dies setzt voraus, dass der/die ArbeitnehmerIn die Vorerfahrungen der Universität bei Vertragsabschluss, spätestens jedoch zwei Monate nach Beginn des Arbeitsverhältnisses, durch entsprechende Zeugnisse oder sonstige Arbeitspapiere (erforderlichenfalls mit Übersetzung) nachweist."

Im § 49 Abs. 3 findet sich ebenfalls eine Regelung für das wissenschaftliche Universitätspersonal.